{"id":2438,"date":"2019-02-18T12:17:27","date_gmt":"2019-02-18T11:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brignogan-blog.com\/?p=2438"},"modified":"2019-12-14T16:42:59","modified_gmt":"2019-12-14T15:42:59","slug":"geschichte-ganz-kurz-brignogan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brignogan-blog.com\/?p=2438&lang=de","title":{"rendered":"Geschichte ganz kurz &#8211; Brignogan"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><br><span style=\"font-size: 12pt;\">Seit der Steinzeit (1,2 Mio. Jahre bis 2200 v. Chr.) \u2013 das hei\u00dft seit vielen tausenden, ja zehntausenden von Jahren vor Christus gibt es die Megalithen, die Zeugnisse menschlicher Besiedelung sind &#8211; auch in dieser Gegend. Deren genaue Datierung ist nach wie vor problematisch. Es gibt Dolmen, die Steingr\u00e4ber, und auch Menhire (gleich zwei St\u00fcck) hier zu finden. Ein oft strapaziertes Missverst\u00e4ndnis ist es, die Gallier oder Kelten (Asterix l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen) damit in Verbindung zu bringen, was aber v\u00f6lliger Quatsch ist, da die nur einige hundert Jahre vor Christus (siehe Julius C\u00e4sar, 100 vor Christus geboren, 44 v. Chr. ermordet) eine geschichtliche Rolle spielten. Zwischen Menhiren und Gallier bzw. Kelten liegen tausende von Jahren.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Mindestens seit dem Mittelalter findet man den Namen \u201e<strong>Brignogan<\/strong> oder <strong>Brignaugan<\/strong>\u201c als Bezeichnung f\u00fcr einen kleinen Weiler, zugeh\u00f6rig zur Gemeinde bzw. Pfarrbezirk von <strong>Ploun\u00e9our-Tr\u00e8z<\/strong>, und auch als Ortsangabe f\u00fcr einen Hafenbereich, genannt \u201ePort de <strong>Pontusval<\/strong>\u201c. Sprachliche Untersuchungen ergeben eine wahrscheinliche Herkunft aus dem Altbretonischen \u201e<strong><em>bre<\/em><\/strong> oder <strong><em>bri<\/em><\/strong>\u201c gleich \u201eH\u00fcgel, Kuppe, Erhebung\u201c und aus dem Eigen- oder Familiennamen \u201e<em><strong>ogan<\/strong><\/em>\u201c.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Name dieses Weilers, der etwa auf der H\u00f6he der heutigen Mairie von Brignogan lag, wurde im Laufe der Zeit ein Synonym bzw. Sammelbegriff f\u00fcr mehrere ringsherum gelegene andere Weiler wie beispielsweise <em>Le Garo<\/em>, <em>Le Scluz, Naod Hir<\/em> oder <em>Cr\u00e9ac\u2019h Bihan<\/em>.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Mindestens seit Ende des 19. Jahrhunderts dr\u00e4ngte sich der Name BRIGNOGAN immer st\u00e4rker in den Vordergrund des Gespr\u00e4ches; die damalige Presse sprach eher \u00fcber diesen Gemeindeteil als \u00fcber die Hauptgemeinde Ploun\u00e9our. Das kann man sehr plastisch anhand der Berichterstattung des Journals der damaligen Zeit \u201e<strong>La D\u00e9p\u00eache de Brest <\/strong>(et de l\u2019Ouest)\u201c (1866 &#8211; 1944) nachvollziehen.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Bis 1934 blieb man ein Teil von Ploun\u00e9our; danach lie\u00df ein schon lange laufender Prozess der Separation eine unabh\u00e4ngige Kommune entstehen, die sich aber zum 1.1.2017 mit seinem fr\u00fcheren Hauptdorf wieder zu einer neuen Gemeinde zusammenschloss. Dieser Prozess war ein f\u00fcr die Bretagne typischer Prozess, der im Zusammenhang der touristischen Entwicklung begr\u00fcndet war, Ergebnis einer Konfrontation der sogenannten <strong><em>Modernen<\/em><\/strong> gegen die <strong><em>Traditionalisten<\/em><\/strong>. Erstere f\u00fchlten sich den neuen \u00f6konomischen Chancen, die der aufkeimende Tourismus versprach, verpflichtet, wogegen letztere doch eher alles beim Alten lassen wollten bzw. diesen Chancen nicht trauten, wom\u00f6glich auch f\u00fcrchteten, nicht daran profitieren zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Hervorzuheben ist nat\u00fcrlich auch, dass noch zu eben dieser Zeit und erst recht in der Vergangenheit die gesamte Region als extrem arme Gegend bekannt war, verspottet und missachtet als \u201eAlgensammler\u201c und zudem mit dem schlechten Ruf versehen, die unbarmherzigsten Wrackr\u00e4uber der ganzen K\u00fcste zu sein.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Mit Beginn des 20. Jahrhunderts hatten sich die Dinge begonnen zu entwickeln. Eine Eisenbahnlinie von Landerneau aus bediente die K\u00fcste, sogar eine Route Nationale, RN170 von Quimper kommend, erreichte Brignogan (heute zur \u201eD770\u201c herabgestuft!) .Aber man blieb klein und eher gem\u00fctlich, immer dominiert von den Ferienh\u00e4usern und Zweitwohnsitzen.<\/span><br><span style=\"font-size: 12pt;\">Mit den siebziger Jahren und zum Beginn der Achtziger wurde aber immer klarer, dass die Bev\u00f6lkerung und die Rolle der Gemeinde stark abnehmen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Im neuen Jahrtausend trug man dem auch dadurch Rechnung und versuchte gegenzusteuern, indem diese neue Gemeinde etwas performanter aufgestellt wurde, die Zukunft anzugehen.<\/span><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Steinzeit (1,2 Mio. Jahre bis 2200 v. 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